Coronavirus Mecklenburg-Vorpommern-Soforthilfen 2020

Sehr geehrter Unternehmer,


um den Schaden für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen in Folge der Corona-Krise abzufedern, hat der Bund ein Soforthilfeprogramm Corona aufgelegt. Die Landesregierung hat beschlossen, das Angebot des Bundes 1:1 an die Zielgruppen weiterzureichen und dabei zusätzlich den Kreis der angesprochenen Unternehmen noch um die Gruppe der Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten zu erweitern.

Die Soforthilfe erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses. Sie ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt:

  • Bei Unternehmen mit bis zu 5 Mitarbeitern bis zu 9.000 €
  • Bei Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern bis zu 15.000 €
  • Bei Unternehmen mit bis zu 24 Mitarbeitern bis zu 25.000 €
  • Bei Unternehmen mit bis zu 49 Mitarbeitern bis zu 40.000 €


Um eine solche Soforthilfe erhalten zu können, muss eine dieser Voraussetzungen auf Ihre aktuelle, wirtschaftliche Lage zutreffen:

  • Sie haben verglichen zum durchschnittlichen, monatlichen Umsatz zum Vorjahr einen erheblichen Umsatzrückgang.

oder

  • Ihr Betrieb wurde auf behördliche Anordnung aufgrund der Corona-Krise geschlossen.

oder

  • Ihre vorhandenen Mittel reichen nicht aus, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens zu zahlen (bspw.: Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten). Hier spricht man von einem Finanzierungsengpass.


Sobald ein genannter Punkt zutrifft, können Sie ab dem 30.03.2020 unter www.lfi-mv.de/foerderungen/corona-soforthilfe das passende Antragsformular bearbeiten. Falls keiner dieser Punkte zutreffen sollte, besteht auch kein Anspruch auf eine Soforthilfe.


Als zweites Instrument zur finanziellen Unterstützung besteht die Möglichkeit des zinslosen Stundens von Steuern. Ein Antrag auf zinslose Steuerstundung kann bei jedem zuständigen Finanzamt eingereicht werden. Beim Ausfüllen eines solchen Antrages wird Ihr Steuerberater Sie gerne unterstützen.

Diese Vorauszahlungen können beim Finanzamt gestundet werden:

  • Einkommenssteuer
  • Körperschaftsteuer
  • Gewerbesteuer


Zur Genehmigung eines solchen Antrages müssen Sie unbedingt die Nachweispflicht beachten. Hier zählen beispielsweise die verringerten Einkünfte durch die Stornierung von Aufträgen oder jeglichen Lieferengpässen zu.

Bei der Umsatzsteuer kann eine Dauerfristverlängerung beantragt werden. Das heißt, dass die Umsatzsteuervorauszahlung zu einem späteren Zeitpunkt fällig wird. Diese Regelung gilt derzeit jedoch nur für folgende Bundesländer (Stand 26.03.2020):

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Brandenburg
  • Hessen
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Sachsen


Weitere Bundesländer könnten noch folgen.

Achtung: Stundung bedeutet eine reine Verschiebung der Steuerzahlung. Die Steuern müssen zu einem späteren Zeitpunkt in voller Höhe oder in Raten zurückgezahlt werden. Sie müssen als Betrieb selbst aktiv werden. Das Finanzamt wird nicht von sich aus auf Sie zukommen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen auf diesem Wege weiterhelfen konnten. Bei Fragen zur wirtschaftlichen Auswirkung um das Thema Corona können Sie sich gerne jederzeit an corona-info(at)bauenundleben(dot)com wenden.

In solchen Zeiten ist es wichtig, zusammenzustehen und sich gegenseitig den Rücken zu stärken. Bleiben Sie, Ihre Familie sowie Mitarbeiter gesund und scheuen Sie sich nicht, bei Fragen auf uns zuzukommen.

Lassen Sie uns gemeinsam diese Herausforderung meistern. Wir sind und bleiben für Sie da!