Der BAUEN+LEBEN-Baublog

Vor dem Kauf:

Finanzierung und Nebenkosten

05.03.2021

Um eine Finanzierung zu bewilligen benötigen Banken meist eine Kalkulation und eine Planung dessen, was man am Ende bauen möchte.

Hierfür benötigt man beim Neubau einen Architekten, der das Ganze ausarbeiten und nach den Vorgaben des Hausherrn planen kann. Dieser kostet aber auch Geld und eventuell ist das Ergebnis dieser Arbeit gar nicht zielführend, weil noch offen ist ob man den Zuschlag bekommt

Bei diesem Projekt hat unser Kollege Sven vorab eine Kalkulation erstellt, bei der er die Kosten für einen Quadratmeter Neubau, die aktuell – je nach Baustandard zwischen 2.200 und 3.000 Euro liegen – mit 2.300 Euro angesetzt, da auch viel in Eigenleistung realisiert werden wird.

Diese Summe wurde dann auf die geplanten Quadratmeter hochgerechnet. Dazu kommen die Kosten für das Grundstück und die Erwerbsnebenkosten, wie z.B. Notar, oder Grundbucheintrag.

Aber auch die Kosten für den Abriss des alten Hauses, die Vermessung, ein Bodengutachten, den Statiker, die städtische Hausanschlüsse und die eventuell neue Anbindung an die Kanalisation wurden vorab bestmöglich recherchiert.

Bei der Ermittlung des Kapitalbedarfs sollte man darüber hinaus die Kosten für den Architekten, die Außenanlagen, die neue Küche oder andere wichtige Bereiche des Hauses mit einrechnen und sich einen gewissen Spielraum lassen. Diese Informationen sollte man dann ordentlich aufbereiten, um sie dann der Bank vorlegen zu können.

Diese erteilt nach Prüfung dann eine vorläufige Zusage über die Finanzierung, basierend auf den eingereichten Zahlen. Wichtig hier: Erst wenn der Architekt die Quadratmeter und zu erwartenden Kosten bestätigt, wird der Kreditvertrag final ausgestellt und auch die erste Zahlung kann erst dann geleistet werden.

Bei der ersten Zusage bekommt man natürlich schon alle Informationen, wie z.B. den zu erwartenden Zinssatz etc. mitgeteilt, welcher sich aber auch noch mal verändern kann, je nachdem wieviel Zeit man benötigt, um alle Informationen zu bündeln.


Im nächsten Teil unseres "Vor dem Kauf" - Contents beschäftigen wir uns in Kürze mit all den Themen, die nach dem Abschluss des Kaufvertrags auf einen zukommen.

 

Das Grundstück ist der Star:

26.02.2021

Die Suche nach einem geeigneten Grundstück oder einer alten Immobilie dauerte eine ganze Weile. Doch nach gut einem Jahr kam dann Bewegung in die Sache. Eine alte Doppelhaushälfte auf einem perfekt geschnittenen Grundstück in Düsseldorf-Unterrath stand zum Verkauf.

Durch einen guten Kontakt bei der veräußernden Bank kam der Kontakt zum Makler recht schnell zustande und nach einem Besichtigungstermin war recht bald klar, dass hier das neue Zuhause der Familie entstehen wird. Denn aufgrund der Grundstücksmaße von ca. 18x33 m war es trotz Abstandsflächen auch möglich, so zu bauen wie man es geplant hatte.

Das Grundstück war sehr verwildert. Die alte Dame, die das Haus von 1948 bis zuletzt bewohnt hatte, war am Ende nicht mehr in der Lage, den Garten oder auch das Haus selber in Ordnung zu halten. Gut zehn Jahre lang wurde sowohl am Haus als auch am Garten nichts mehr gemacht.

Über die Rodung des Grundstücks haben wir euch ja bereits vor gut zwei Wochen ausführlich und mit einigen Bildern berichtet. Bei Interesse einfach mal weiter nach unten scrollen.

Viel Spaß beim Lesen!

 

Gesucht wird: Ein neues Zuhause

22.02.2021

Wie im letzten Blog-Eintrag bereits erwähnt, wird die Baustelle nun für einige Zeit ruhen. Ende Februar findet die Schlüsselübergabe statt und dann wird es noch einige Zeit dauern, bis wir wieder live bei den Arbeiten dabei sein können.

Aus diesem Grund möchten wir euch ein wenig darüber erzählen, wie es überhaupt zu alledem kam und was man bei der Suche nach einer Immobilie beachten sollte:


Die Familie hat bereits vor über einem Jahr ihre Suche nach einem geeigneten Haus oder einem Grundstück begonnen. Mit Suchaufträgen auf den gängigen Immobilienportalen und einem stetigen Blick auf die Angebote lokaler Makler, wurde recht schnell klar, dass das keine einfache Sache werden wird. Da unser Kollege Sven aus Düsseldorf kommt, war schnell klar, dass man in Düsseldorf selber oder den angrenzenden Vororten bleiben wollte.

Doch das Angebot an interessanten Häusern mit mindestens 160 Quadratmetern Wohnfläche und einer Grundstücksgröße von 300 - 600 Quadratmetern im Umland von Düsseldorf blieb recht überschaubar, denn auch die aufgerufenen Preise bewegten sich stetig weiter in nicht nachvollziehbare Regionen.

Die Lage des Hauses oder des Grundstücks war auch ein wichtiger Punkt. Kindergärten und Schulen sollten erreichbar sein und die Kinder die Möglichkeit haben, im eigenen Garten oder auch auf der Straße zu spielen.

Mit allen Objekten, die sich das Paar im Umland von Düsseldorf angeschaut hatte, konnte sich besonders Sven nicht so richtig anfreunden. Seine Verbundenheit zu seiner Heimatstadt war am Ende doch zu groß. Nach dieser Erkenntnis konzentrierten sich Denise und er nur noch darauf, in Düsseldorf zu suchen. Im Grunde war es dem Paar auch erst einmal egal, ob es sich bei den diversen Objekten um sanierungsbedürftige Altbauten oder Häuser mit umfassendem Renovierungsbedarf handelte.

Auch ein kompletter Neubau stand immer auf der Liste der möglichen Optionen. Zwei Objekte waren zwischenzeitlich auch in der engeren Wahl, doch es scheiterte am Ende an zu hohen Auflagen der Stadt Düsseldorf oder daran, dass es jemanden gab, der bereit war, mehr Geld zu bieten.

 

Bilder der Entkernung

Entkernung, Teil 1

13.02.2021

Nachdem das Grundstück umfassend gerodet wurde, nutzten Sven und seine Helfer den Rest der Woche für weitere Vorbereitungen, den Abriss des alten Hauses betreffend. Da es sich bei dem Gebäude um eine Doppelhaushälfte von 1948 handelt, muss beim Abriss eine Menge beachtet werden. Zum einen muss gewährleistet sein, dass das Nachbarhaus keinen Schaden nimmt und das man zuvor die Außenwände beider Häuser ordentlich trennt.

Darüber hinaus spart man bares Geld, wenn man zuvor einige Zeit in die Entkernung des alten Gemäuers investiert hat. Hierbei werden z.B. die Türen und Türzargen entfernt, alle Tapeten von den Wänden gelöst, alle Schalter und Steckdosen abmontiert und die Bäder bestmöglich zurückgebaut. Außerdem kann man im Rahmen dieser Arbeiten auch schon Decken herausschneiden.

Denn auch die Abfalltrennung von Bauschutt ist ein Thema, das man im Auge behalten sollte. Denn: Lässt man ein Haus einfach so abreißen, ohne sich selbst um die bestmögliche Entkernung zu kümmern, wird einem das Abrissunternehmen den Mehraufwand und die anfallenden Kosten für die Abfalltrennung in Rechnung stellen.

Hat man aber selber bestmöglich vorgearbeitet und ist allen Empfehlungen hierzu gefolgt, spart man sich diesen finanziellen Mehraufwand im besten Fall komplett.

 


Wie geht es weiter?

Da die Baustelle nun erst einmal bis Anfang/Mitte März etwa ruhen wird und die finalen Entkernungsarbeiten erst dann fortgesetzt werden können, befassen wir uns in unseren nächsten Posts auf dem BAUEN+LEBEN Baublog mit allem, was vor dem Kauf passiert ist.

Von der Suche nach einem Grundstück, der Erstellung erster Pläne, den ersten Gesprächen mit der Bank, den ersten Kostenaufstellungen bis hin zur Einreichung des Bauantrages durch den Architekten.

 

Die Baustelle vor der Rodung

Die Rodung des Grundstücks

08.02.2021

Um den finalen Abriss der alten Immobilie einfacher zu gestalten und den benötigten Platz für das neue und größere Fundament des neuen Hauses zu erreichen, wurde vor gut zwei Wochen bereits mit den Rodungsarbeiten im Garten begonnen, welche sich über mehrere Tage hinzogen.

Gemeinsam mit seinem Schwiegervater und einem guten Freund ging Sven ans Werk. Selbst der erste Schnee des Jahres konnte die Motivation nicht trüben. Nach und nach wurden alle Bäume, Hecken und Büsche entfernt, die laut Gesetz nicht im Garten verbleiben mussten oder für die man keine spezielle Genehmigung benötigte. Hierbei kamen eine Benzin- und eine  Akku-Kettensäge zum Einsatz. Diese wurden zuvor in einem BAUEN+LEBEN Standort gekauft.

Bei einer Rodung im Frühjahr ist zu beachten ist, dass im März die Vogelschutzzeit beginnt. Bis September oder sogar Oktober dürfen dann im Normalfall keine Bäume und Sträucher gefällt bzw. entfernt werden. Hier kann man theoretisch konkrete Anträge stellen und sich die Erlaubnis einholen. 



Bei Sven war es so, dass er sich im Kaufvertrag hat bestätigen lassen, dass bereits im Januar mit der Rodung des Gartens begonnen werden darf – auch wenn der Kaufpreis noch nicht bezahlt wurde. Einfach, um nicht mit diesen gesetzlichen Vorgaben zu kollidieren und auch hier genug Zeit zu haben, um das Grundstück ordentlich für den Bau vorbereiten zu können.

Für den Verkäufer entsteht hier im Normalfall auch kein Risiko, denn selbst wenn es am Ende in der Kaufabwicklung zu Problemen kommen sollte, kann er sich über ein ordentlich aufbereitetes Grundstück freuen.


Beim Fällen von Bäumen sind die Vorgaben der jeweiligen Stadt zu beachten. Einstämmige Bäume mit einem Umfang von 80 cm oder mehrstämmige Bäume mit einem Stamm, dessen Umfang größer als 50cm ist, dürfen z.B. in Düsseldorf ohne eine Genehmigung nicht gefällt, sondern maximal nur beschnitten werden.

Bei Missachtung dieser Regeln bekommt man eine Anzeige, die durchaus teuer werden kann.

 



In der folgenden Woche wurde dann ein Container angeliefert und ein Profi-Häcksler bei einer Baugerätevermietung gemietet, der den angefallenem Grünschnitt zerkleinern und in den Container befördern sollte.

Der Einsatz dieses professionellen Gerätes verringerte den Platzbedarf am Ende um das Vielfache und machte es möglich, nahezu den gesamten Grünschnitt, für den sonst acht oder vielleicht zehn Container benötigt worden wären, in einen zu bekommen.

Das reduziert den Aufwand und die Kosten für Container-Miete und Abtransport. Nach insgesamt drei Tagen war alles erledigt und der Container wurde abgeholt, die Abfälle fachgerecht entsorgt.

Die eigentliche Überlegung hierzu war, dass der Grünschnitt regelmäßig mit einem Anhänger zur Mülldeponie gefahren werden sollte. Doch es stellte sich schnell heraus, dass das nicht der praktikabelste Plan war.

Bei der Anmietung eines Containers empfiehlt sich ebenfalls, ein Angebot einzuholen. Hier gelten heute in der Regel Pauschalpreise für Container inkl. An- und Abfahrt. Darum lassen sich diese Preise auch sehr gut und schnell vergleichen. 240 Euro war hier der Komplettpreis für Grünschnitt. Für eine Anlieferung auf der Mülldeponie zahlt man aktuell auch 22 Euro pro Kofferraum bzw. kleinem Anhänger.

Es wurde schnell klar, dass der Container nicht nur jede Menge Zeit, sondern auch Geld gespart hat.


Nachfolgend noch ein paar Fotos davon, wie es am Ende der Rodungarbeiten auf der Baustelle aussah.

Herzlich willkommen auf unserem Baublog

29.01.2020

Als Teil unserer Baureferenzen werden wir hier in den nächsten Wochen und Monaten die Baustelle unseres Kollegen Sven und seiner Frau Denise in Düsseldorf Unterrath begleiten. Hier wurde ein Grundstück mit einer alten Doppelhaushälfte erworben, die in Kürze einem modernen und größeren Zuhause für die junge Familie weichen wird.

Wir geben Antworten auf eure Fragen!

Ein echtes Projekt mit BAUEN+LEBEN

Sven ist in leitender Position bei BAUEN+LEBEN tätig und wird viele Arbeiten in Eigenleistung erbringen, Produkte unserer Eigenmarken verwenden und auf Dienstleistungen unserer Standorte zurückgreifen.

Die Idee hinter dieser Seite ist, dass wir (zukünftigen) Bauherren und Interessierten zeigen möchten, wie man mit BAUEN+LEBEN ein Projekt von Anfang bis Ende realisieren kann, welche Punkte man wann beachten sollte und wie der generelle Ablauf eines Bauprojektes sein kann. Häufig erreichen uns hierzu Fragen, egal ob in unseren Standorten oder über unsere Social-Media-Kanäle, auf die wir hiermit auch ein Stück weit eingehen wollen.

Auf dem BAUEN+LEBEN BAUBLOG werden wir euch anhand von Fotos, Videos, (Bauherren)-Interviews und generellen Informationen mit nach Düsseldorf nehmen, mit auf diese Baustelle.

Seid gespannt!

 

Ein Blick auf das Grundstück