• Fassadendämmung an einem Mehrfamilienhaus

    WEBER-MAXIT Wärmedämmverbundsystem und Putz

  • Vorarbeiten an der Fassade

    Über 50 Jahre wurde die Fassade mit unterschiedlichen Farbabstichen versehen. Dies bietet keinen tragfähigen Untergrund für die Wärmedämmverbundfassade (WDVS). Deshalb wird die Fassade in einem kleinen Raster mit einer Fräse angeschlitzt. Später wird die Fassade mit einem Hochdruckreiniger vom Staub und losen Farbresten gereinigt. Die geschieht sinnvollerweise vor dem Einbau der neuen Fenster.

  • Der passende Dämmstoff

    Durch die Dämmstärke von 160 mm wird ein beträchtliches Volumen von ca. 50 m³ Dämmstoff angeliefert. Die leichten Pakete werden im Vorgarten, in der Einfahrt und auf dem Garagendach gelagert.

  • Verarbeitung des Dämmstoffes

    Ohne gutes Werkzeug läuft auch hier nichts. Unser Facharbeiter demonstriert eine Dämmstoffsäge.

  • Kältebrücken vermeiden

    Die Giebelseite Ost ist nahezu fertig die Dämmstoffplatten RIGIWALL werden mit einem Spezialkleber an die Fassade geklebt und nachher noch zusätzlich verdübelt.

    Im Bild ist deutlich zu erkennen, wie weit die Fassadendämmung die Aufsparrendämmung im Dachbereich überlappt. Hierdurch werden Kältebrücken vermieden.

  • Gute Planung als Voraussetzung

    Im Vorfeld sollte sich der Bauherr Gedanken machen, wo später Lampen, Steckdosen, Witterungsfühler usw. an der neu gedämmten Fassade angebracht werden sollen. Die Kabel kann man auf dem alten Putz verlegen. Die Dämmplatte wird an dieser Stelle ausgespart. Zur Befestigung gibt es verschiedene Systeme.

    Im Bild ist ein Teleskophalter zu sehen, der auf die entsprechende Dämmstoffdicke angepasst wird. Das Kabel wird durch die Mitte geführt.

  • Verarbeitung

    In der Bildmitte ist ein Teleskophalter zu sehen, der in die Fassadendämmung (RIGIWALL 160 mm) eingebaut wurde. Ferner kann man gut die Dämmstoffdübel erkennen, die in der Sanierung zusätzlich zum Dämmstoffkleber verwendet werden (bei diesem System 4 Dübel / m²). Sofern Fugen vorhanden sind, werden diese mit einem speziellen PU-Schaum verschlossen.

  • Die vorhanden Wände aus Bimsmaterial verfügen zwar über ein gute Wärmedämmeigenschaft, aber der Schallschutz ist bei diesem Wandsystem geringer.

    Im Bereich der vorhandenen Heizkörpernischen ist die Bimswand zudem einiges dünner. Im Bereich der Schlafzimmer hat sich der Bauherr deshalb für Mineralwolle-Dämmplatten in der Stärke 200 mm (WLG 035) entschieden. Hiermit wird das Wandsystem noch besser gegen den Fluglärm geschützt.

    Auch bei diesem Fassadenteil wird der geforderte Wärmeschutz ebenfalls weit übertroffen. Die Dämmstoffstärke von 200 mm plus 400 mm Wand erzeugt ein sehr dickes Bauteil.

  • Verarbeitung Terrasse und Balkon

     

    Im Bereich des Balkons und der Terrasse bringt eine dicke Dämmung einige Nachteile (z.B. Platzverringerung, geringerer Lichteinfall etc.). Deswegen wurde hier ein sehr schlanker Dämmstoff gesucht.

     

    Mit weber.therm plus ultra WDVS hat man sich für Hochleistungs-Dämmplatten aus Resol-Hartschaum entschieden. Mit nur 100 mm erhält man einen schlanken Systemaufbau und übertrifft auch hier den geforderten Wärmeschutz. Resol-Dämmelemente kosten jedoch mehr als EPS (RIGIWALL) und Mineralwolle.

     

    Für die Verarbeitung ist das Personal besonders geschult worden.

  • Verarbeitung Dämmstoffplatten

    Die Dämmstoffplatten werden im nächsten Schritt nun mit einer Armierungsschicht versehen (Mörtel mit Gewebeeinlage). Hierfür wird das Gewebe und ein Klebe- und Armierungsmörtel benötigt. Mit einer Mischmaschine wird der WEBER Klebe- und Armierungsmörtel (Sackware) angemischt und zur Verwendung gepumpt.

  • Klebemörtel auftragen

    Mit Muskelkraft wird der Klebemörtel aufgetragen und mit Zahnglätter glatt gezogen.

  • Einarbeitung Armierungsgewebe

    In den frischen Klebemörtel wird das Armierungsgewebe eingearbeitet.

  • An den kritischen Punkten, wie z.B. Fensterecken wird zusätzliches Gewebe verarbeitet.

  • Auch hier sieht man deutlich die verschiedenen Lagen Gewebe.

  • Im Bereich der Fensterstürze wird ein Riegel aus Mineralwolle eingebaut.

  • Auf den Hauptfassaden ist der Armierungsmörtel aufgetragen. Die Rillenstruktur entsteht durch einen Zahnglätter und sie verbessert die Haftung für den Oberputz.

  • Energetisch Modernisieren

    Der Anbau aus dem Jahr 1985 verfügte bereits über ein WDVS von 4 cm Stärke. Nach reiflicher Überlegung treffen die Modernisierer die Entscheidung nun auch noch den Anbau zu dämmen. Neben energetischen Faktoren spielen auch optische Faktoren einer Rolle.

  • Das Wetter ist noch gut und der Fassadenbauer kann die Zusatzfläche von ca. 45 m² schnell realisieren.

  • Neuer Rolladenkasten zur Verstärkung der Dämmung

    Mit der Verstärkung der Fassadendämmung wird auch der alte, ungedämmte Rolladenkasten entfernt.

    Im Bild ist deutlich zu sehen, das hier keinerlei Dämmung vorhanden war. Es handelte sich um eine klassische Kältebrücke und der Schallschutz war ebenfalls dürftig.

    Der alte Kasten wurde massiv verschlossen und es wurde ein neuer, außen liegende Rolladenkasten angebracht. Im gleichen Zug erhielt die Mietwohnung im 1. OG ebenfalls einen Rolladen.

    Vorteil: Verdunklung, aber auch Verschattung im Sommer (Hitzeschutz).

  • Oberputz

    Nach wenigen Tagen ist auch der Anbau gedämmt und nun kann der Oberputz folgen.

  • Die Bauherren haben sich für einen optisch ansprechenden Kratzputz entschieden. Die Firma WEBER-MAXIT (früher Wülfrather) liefert die Paletten mit Kranwagen an.

  • Die Herstellung eines Edelkratzputzes erfordert handwerkliches Können und Erfahrung. Herr Schiffer Senior läßt sich dies nicht nehmen und er unterstützt das Team.

    Der Kratzputz wird aufgetragen und am nächsten Tag mit Nagelbrettern etwas gekratzt. Es entsteht so eine rauhe Putzoberfläche.

  • Eine spezielle Mischmaschine mischt den Putz (Sackware) mit Wasser und befördert ihn über einen Schlauch zur Verarbeitungsstelle. Der Putz wird auf die vorbereitete Dämmung gespritzt und dann mit Muskelkraft geglättet.

    Damit keine Farbunterschiede entstehen, wird jede Fassadenseite an einem Tag erstellt. Dies stellt hohe Anforderung an die Handwerker.

  • Thermografie nach Fertigstellung

    Nach Fertigstellung gaben die Bauherren eine Außen- und Innenthermografie in Auftrag, um die korrekte Ausführung der Arbeiten zu überprüfen.

    Die Thermografie spricht für sich: es sind keine Auffälligkeiten zu sehen, die auf eine schlechte Ausführung schließen lassen. Das belegt die hohe Qualität der Handwerkerleistung in Kombination mit dem richtigen Material. Den Bauherren gibt es ein gutes Gefühl der Sicherheit für ihre Investition.

    Ausführung der Thermografie durch: ITHERM Ingenieurbüro Seifert & Hofman GbR, Grefrath: „Die Thermografie ermöglicht eine schnelle und rationelle Analyse des Dämmzustandes von Gebäuden. Es werden Energieverluste lokalisiert, Wärmebrücken, Baumängel und Luftleckagen sichtbar gemacht, Feuchtigkeit im Mauerwerk wird erkannt. Ob der Erwerb eines Wohngebäudes geplant ist oder über eine Sanierung nachgedacht wird, die Thermografie ist das unersetzliche Diagnosemittel vor dem Kauf oder den Dämmmaßnahmen. Durch die zusätzliche Thermografie von innen werden die Auswirkungen der Mängel auf die Wohnbehaglichkeit aufgezeigt, die Temperaturverteilungen auf den Außenwänden können dargestellt und ausgewertet werden. Ausführliche Untersuchungsberichte mit allen relevanten Infrarotbildern helfen, die wirksamen Maßnahmen zu planen und Fehler bei der Sanierung zu vermeiden.“